#411: Wer ist die Juristin und Friedensnobelpreisträgerin Navi Pillay?
Warum die Nobelpreisvergabe auch ein Signal an Trump ist, diskutieren wir mit Alexandra Kemmerer. Außerdem: ein Urteil zur Landarztquote und die Rechte von Autoren im Zeitalter von KI.
Es kommt nicht häufig vor, dass Juristen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet werden. Grund genug, in Folge 411 des F.A.Z. Einspruch Podcasts einen genaueren Blick auf die Südafrikanerin Navanethem „Navi“ Pillay zu werfen, die in diesem Jahr mit dem renommierten Preis ausgezeichnet wurde. Über ihre Arbeit sprechen wir mit Alexandra Kemmerer, Leiterin des Berliner Büros des Max-Planck-Instituts für ausländisches Öffentliches Recht und Völkerrecht.
Anschließend geht es um ein Thema, das unter Medizinern für Gesprächsstoff sorgt: die sogenannte Landarztquote. Mit öffentlich-rechtlichen Verträgen verpflichten sich angehende Mediziner, nach ihrer Ausbildung mindestens zehn Jahre lang in unterversorgten Regionen zu arbeiten. Die Vereinbarungen beschäftigen inzwischen die Gerichte. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat dazu nun die bundesweit erste verwaltungsgerichtliche Entscheidung getroffen.
Danach sprechen wir mit Marcus Jung, Wirtschaftsredakteur der F.A.Z., über Künstliche Intelligenz und Urheberrecht in der Buchbranche. Auf der Frankfurter Buchmesse wurde intensiv darüber diskutiert, welche Rechte Autoren an ihren Werken haben und unter welchen Bedingungen diese zum Training von KI-Systemen genutzt werden dürfen.
Auf der Frankfurter Buchmesse haben wir auch den juristischen Literaturtipp dieser Woche aufgezeichnet. Reinhard Müller spricht mit dem Kölner Medienrechtler Rolf Schwartmann über sein neues Buch „Über Leben mit KI“.
Themen der Sendung
03:12: Interview mit Alexandra Kemmerer über die Friedensnobelpreisträgerin Navi Pillay
32:12: Studiogespräch über die Landarztquote
42:34: Interview mit Marcus Jung über KI in der Buchbranche
59:25: Juristischer Literaturtipp von der Frankfurter Buchmesse: „Über Leben mit KI“ mit Rolf Schwartmann
Hosts: Patrick Bahners, Finn Hohenschwert
Mitarbeit: David Brucklacher, Kevin Gremmel
Eine Auszeichnung, die für Trump ein Affront sein dürfte
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